Wir über uns

 

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Wir leben am Rand des Ruhrgebiets in einer ländlichen Umgebung. Es gibt in der Nachbarschaft Pferde, Schafe, Gänse, Enten und Hühner. Auch Kaninchen tummeln sich munter auf den umliegenden Feldern und Wiesen.
Nachdem unsere Berner Sennenhündin verstorben war, tief betrauert von uns und unseren Kindern, die mit ihr zusammen aufgewachsen waren, war bald wieder der Wunsch nach einem Hund da. Wir suchten in diversen Hundebüchern und -zeitschriften. 
Den Durchbruch brachte die Zeitschrift "Partner Hund" Ausgabe 1/95 - auf dem Titelbild ein zerzauster, ausgesprochen pfiffig dreinblickender Hund mit Riesenohren. Im Inneren ein Rasseportrait und noch mehr Fotos!
Bis heute in Erinnerung geblieben ist mir der Satz:" Der Picard ist kein Befehlsempfänger, er gehorcht nicht aufs erste Wort!" Nun, daran war ich dank unserer Kinder gewöhnt, dann sollte es doch wohl auch mit einem Hund klappen! Wir informierten uns, was gar nicht so einfach war und fanden schließlich auch einen Züchter in unserer Nähe. 
So kam im Frühherbst 1995 unsere erste Picardhündin,
Ayla von Cottenbourgh (gris-roux, d.h. rötlich-grau) zu uns.
   

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Seitdem fasziniert uns die Rasse "Berger Picard"!

Bald zeigte sich, dass Ayla ein typischer Picard war, zurückhaltend und abwartend allem und jedem Fremden gegenüber.

Sie veränderte unser Leben - aus war es mit dem gemütlichen Mittagsschläfchen auf der Couch! Wir begaben uns zum ersten Mal auf einen Hundeplatz. Jeden Sonntag, bei Sonne, Regen, Wind oder Schnee durfte unsere Ayla dort mit anderen Welpen der unterschiedlichsten Rassen oder auch Nicht-Rassen spielen und wir lernten die Grundzüge der Hundeerziehung:

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Erstes und oberstes Gebot:

Mit Leckerchen und Lob geht alles besser!

Danach kommt gleich:

Freut euch, wenn der Hund auf Zuruf zu euch kommt - und sei es nach Stunden!

Oh ja, wir lernten so manches!
Wir lernten,

die Welt mit den Augen des Hundes zu sehen, ihm seinen Platz in unserem Rudel  zuzuweisen und so auf angenehme Art mit ihm zusammenzuleben. Wir nahmen Ayla zu allen möglichen Orten mit, sie lernte Geschäfte, Bahnhöfe, Fahrstühle, ja sogar Schiffe und U-Bahnen kennen.

Diese Mühe hat sich bezahlt gemacht. Zeit ihres Lebens konnten wir Ayla ohne große Probleme überallhin mitnehmen.

Ayla, der Welpe mit den Riesenohren, (eine häufige Frage damals lautete: "Was soll das werden? Fledermaus oder Esel?") wuchs zu einer aktiven und attraktiven Hündin heran. 

Am 12.10.1997 wurde Ayla zur Zucht zugelassen.

Sie legte im Laufe der Zeit ihre Begleithundprüfung ab und wurde aktiv im Hundesport von unserer Tochter geführt.                                                                                                                                                 

 

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Leider war uns mit Ayla kein Züchterglück beschieden.

Ayla hat uns viele Jahre treu begleitet, nicht nur auf den alltäglichen Spaziergängen, auch bei all unseren Urlaubsaufenthalten war sie dabei.

Große Verdienste erwarb sie sich, als Olivia de la Baroche, genannt Luzy, zu uns kam. In Erziehungsfragen fand Ayla immer den richtigen Ton. Sie ließ sich von der kleinen Wilden nicht auf der Nase herumtanzen und nahm uns viel an Erziehungsarbeit ab.

Im Oktober 2009 mussten wir uns von Ayla im Alter von 14 Jahren und 3 Monaten verabschieden.

 
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Durch einen Zufall bekamen wir im April 1999 unsere zweite Picardhündin Olivia de la Baroche
( Rufname:Luzy, Farbe: fauve-charbonnèe). Sie war eine temperamentvolle, verspielte Hündin,
die gerne schmuste und sich kraulen ließ. Die Zeit, die dann folgte, lässt sich recht einfach mit
"siehe oben" beschreiben.
 Zum Glück hatten wir ja schon einiges gelernt. So war vieles bekannt, und auch das, was wir jetzt
lernten, war eigentlich nicht Neues -

jeder Hund ist anders!                                                                                                                                                                                                              

Hatten wir bereits Ayla als Hund mit Hütehunderbe kennen gelernt, so stellte uns jetzt Luzys unglaublicher Spieltrieb und ihre unbändige Neugier vor eine neue Herausforderung!                       
Klar, Luzy lernte gern, danach gab es ja ein tolles Spiel, egal ob mit Ball, Beißwurst oder einem alten Plüschtier. Nur, wie das Spiel beenden? Nun ja, mit der Zeit und ein paar guten Ratschlägen klappte auch das.
Luzy war immer zu sportlichen Aktivitäten oder einem Spielchen bereit. Sie begleitete uns mit großer Freude bei Radtouren und kein Spaziergang war ihr zu lang.
Nach Aylas Tod wurde Luzy spürbar ruhiger. Wir entschlossen uns, noch einmal eine kleine Picarddame zu uns zu holen. Luzy war schließlich Zeit ihres Lebens ein Rudelhund gewesen.
So zog im Mai 2010 Beira du quartier musical bei uns ein. Luzy lebte deutlich auf, sie genoss es mit der Kleinen zu spielen und siehe da, jetzt unterstützte sie uns bei der Erziehung des Neuzugangs.
 
Auch von Luzy mussten wir uns mittlerweile verabschieden, sie starb mit knapp 13 Jahren im November 2011.

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Wie viele Picards lieben auch unsere das Toben und Spielen in und am Wasser. Die Urlaube an der Ostsee waren für uns alle ein großes Vergnügen. Die Hunde genossen sichtlich Sand, Wasser und die, zum Glück, immer vergebliche Jagd nach den Möwen. Doch es muss nicht immer gleich die offene See sein, auch Bäche werden gern genommen.
  Baden
Außer unseren "Picarddamen" (z. Zt. leider nur noch Beira) gehören noch unsere 3 Katzen (berufsmäßige Mäusefänger in Hof und Garten), unsere drei erwachsenen Kinder, von denen eine noch mehr oder weniger bei uns wohnt, und, nicht zu vergessen, mein Mann und ich zu unserem Rudel. Hinzu gekommen sind ein Schwiegersohn und zwei Enkelkinder.
Wie alle Picards lieben unsere Hunde das Leben in und mit ihrer Familie. Sie sind ausgesprochen kinderlieb und vertragen sich auch mit den Katzen im allgemeinen gut. Das Naschen aus den Katzennäpfen ist übrigens ein beliebter Zeitvertreib! Umgekehrt allerdings auch!
Anfänglich interessierten sich unsere Hunde mehr für das "Geflügel" unserer Nachbarn als uns lieb war. Mittlerweile können wir darüber schmunzeln, denn, obwohl immer noch Interesse besteht, haben unsere Hunde gelernt, das Federvieh in Ruhe zu lassen. Ohnehin ist der Jagdinstinkt beim Picard nicht allzu ausgeprägt, kaum einer jagt mit der Nase. Bei einer Verfolgungsjagd wird meist aufgegeben, wenn das Wild nicht mehr in Sichtweite ist (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Bei Spaziergängen in Feld, Wald und Flur erleben wir unsere Hunde immer wieder als "echte" Hütehunde: unangeleint versuchen sie ständig die "Herde" zusammenzuhalten, Vorauslaufende werden gestoppt und Nachzügler angetrieben.